Veranstaltungen 2021

Gunter Böhnke

Hubbe, mei Begahsus, hubbe!Mit diesem Schlachtruf lud der Leipziger Kabarettist Gunter Böhnke am 27. Juni in die Auwaldstation ein und begeisterte sein Publikum in vollendeter sächsischer Mundart – sein erster Auftritt vor Publikum seit 9 Monaten. Gut gelaunt und unterhaltsam spielte er mit Doppeldeutigkeiten, Hintersinn und Selbstironie und gab den heeflichen und gemiedlichen Sachsen, den man deshalb gerne unterschätzt, der aber in Wirklichkeit ziemlich pfiffsch und gebildet ist, ein sächsischer Tausendsassa im wahrsten Sinne des Wortes.

Er wurde in Dresden geboren, ist aber Wahl-Leipziger, studierte Germanistik, Anglistik sowie Pädagogik an der Universität Leipzig und war 1966 Mitbegründer des legendären Kabaretts „academixer“. Er arbeitete als Bildredakteur, freiberuflich als Englischlehrer an der Humboldt-Universität, als Übersetzer, Fremdsprachenlektor und Lektoratsleiter und als Theaterschauspieler. Anschließend wurde er Berufskabarettist und machte sich 1988 gemeinsam mit Bernd-Lutz Lange als Duo selbstständig. Zudem spielte er in seiner Jugend mit Ede Geyer Fußball und ist heute ein begeisterter Wanderer, Reisender und Yogajünger.

Gunter Böhnke begeisterte uns mit einem Querschnitt aus seinem neuen sächsischen Programm und aus seinen Büchern „Mein Leipzig. Geliebtes Weltdorf“ (2015), „ 50 einfache Dinge, die Sie über Sachsen wissen sollten“ (2012), „Ein Sachse beschnarcht die Welt“(1998), „Das mach ich doch im Schlaf“ (2020). Der Buchverkauf wurde vom interessierten Publikum rege genutzt, um so das sägsische Urgestein mit nach Hause nehmen zu können.

Nach Witz und Humor erwartet die Freunde unseres Kulturprogramms am 25. Juli  die „Fiddle Folk Family“, die für uns fetzige deutsche Folksongs, irische Tänze, Bluegrass und Country-Musik spielt.

PS: In diesen besonderen Zeiten ist leider nur eine begrenzte Gästezahl zulässig. Unser Tipp: nutzen Sie den Vorverkauf in der Auwaldstation

K. Walter, FAS


Zurück auf die Bühne der Auwaldstation – rein ins Lesevergnügen

Der Förderverein Auwaldstation & Schlosspark Lützschena e.V. hat auch für 2021 ein umfangreiches Jahresprogramm vorbereitet und konnte endlich nach 6 Monaten Zwangspause wieder Gäste empfangen. Am 28. Mai erlebten Bücherfreunde eine Lesung im Hof der Auwaldstation unter Hygieneauflagen. Selbst Wind und Regen konnten die Gäste nicht abhalten. Zu groß war die Sehnsucht nach einem lebendigen Leseerlebnis – nach dem Ambiente, die Autorin zu hören, zu sehen, zu spüren.

Und es hat sich gelohnt.

Warm gekleidet lauschten die Gäste der Autorin Ulrike Damm, die aus ihrem neuen Roman „Kulp – und warum er zum Fall wurde“ las. Das Verlegerehepaar Hornbogner ist extra vom Wörthersee angereist und bot einen Büchertisch. Mit einer filmischen Einfügung berichtete die Autorin über die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte des Romanes. Keiner der Gäste hatte je gehört, dass ein Autor sein auf dem PC fertig geschriebenes Werk noch einmal von Hand auf Papierrollen abschreibt, um seine Identität dazu zu vertiefen. Die so entstandenen „begehbaren Romane“ werden als selbstständige Kunstwerke ausgestellt. Ausgewählte Seiten des aktuellen Romans schmücken bereits die Zionskirche in Berlin. Die angeregte Diskussion und die Fragen des interessierten Publikums gaben weitere Einblicke in die Hintergründe des Geschehens im Roman. Das Geräusch des Beifalls klang, wie aus einer anderen Zeit und tat allen gut – vor und auf der Bühne.

Nach diesem erfolgreichen Neustart wünschen wir uns, dass wir auch in diesen herausfordernden Zeiten das Kabarett mit Gunter Böhnke, die geplanten Konzerte und Veranstaltungen mit vielen Gästen auf die Bühne bringen können. Karin Walter, FAS