Veranstaltungen 2020

Professor Eberle

Theater-Urgestein Friedhelm Eberle war am 23.Februar zu Gast im Kaminzimmer der Auwaldstation.
Sturm und Regen konnten die vielen Kulturinteressierten nicht abhalten zum „Thomas Bernhard Abend“ zu kommen.

Professor Eberle ist bekennender Fan des österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard und so zelebrierte er dessen Texte wortgewaltig. Eigenlob und Wutreden über die Welt präsentiert er hoch komisch und dank seiner konzentrierten sprach- lichen Ausdrucksstärke wird der komplette Abend ein Theater- und ein Hörgenuss. Und dieses Vergnügen hatten die Gäste im gut besuchten Kaminzimmer.

Professor Eberle, der selbst 38 Jahre lang an der Theaterhochschule den Bereich „Künstlerisches Wort“ unterrichtete, spielte alle Momente von Komödie und Tragödie  aus, jonglierte mit Betonungsnuancen und als Meister aller Interpretationstechniken bot er gestochen scharfes, ganz auf das Wort konzentriertes Solo-Theater.

Ein sehr gelungener Abend, wie wir gern noch viele weitere hätten….


Genn Sie sächs’sch

Genn Sie säch’sch 
fragte der Leipziger Mundartist und Conférencier Klaus Petermann am 24.Januar, als er den Reigen der 2020er Kulturveranstaltungen in der Auwaldstation eröffnete.
Klaus Petermann wurde in Jena geboren, kam bereits als 3-jähriger nach Leipzig und seit seinem Lehrerstudium (Deutsch und Geschichte) ist er überzeugter Fan von Lene Voigt und der sächsischen Mundart. Der Grundstein war gelegt und er brilliert mit seinen Programmen als Botschafter der sächsischen Mundart. Gut gelaunt und erwartungsfroh kamen die Gäste in das Kaminzimmer der Auwaldstation und wurden nicht enttäuscht. Herr Petermann unterhielt sein Publikum mit „feinem, gutverständlichen“ Sächsisch, also im „ortsüblichen Deutsch“.
Mit Witz und Charme begeisterte er das Publikum, dass sich gern mitreißen lies. Ganz normale Alltagsthemen wurden von ihm auf humorvolle, sächsische Art beleuchtet und dem aufmerksamen Publikum als kabarettistische Leckerbissen serviert. Dabei hat er immer wieder wunderbare Gedichte, Balladen und Texte der unvergessenen Lene Voigt zum Besten gegeben und damit bewiesen, dass früher das Wetter auch nicht besser und die Alltagsprobleme ähnlich waren.
Dieser kurzweilige Abend im Kaminzimmer verging viel zu schnell, das „FERDSCH“ kam viel zu früh und das Publikum machte sich, im wahrsten Sinne des Wortes, gwietschvergniecht auf den Heimweg.

PS: „Dialekt ist Volkskultur, die es zu schützen und zu bewahren gilt:
Das umfangreiche Schaffen der Leipziger Schriftstellerin Lene Voigt (1891-1962), zusammenzutragen, zu pflegen und der Nachwelt zu erhalten, haben sich die Mitglieder der „Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.“, deren Vorsitzender Klaus Petermann ist, auf die Fahne geschrieben.